Thailandreise Rieck 2014, Reisebeschreibung Teil 4

Mit dem Fahrrad durch den Sukhothai Historical Park & Myanmar

Reisebeschreibung Teil 4

Der Sukhothai Historical Park umfasst ein weitläufiges Gebiet und lässt sich am besten mit dem Fahrrad erkunden.

Um in Ruhe Aufnahmen von den einzelnen Tempeln schießen und die Atmosphäre ungestört genießen zu können, sind die beiden schon sehr früh am Morgen aufgebrochen.

Im Sukhothai Historical Park gibt es natürlich auch allerlei Händler, wie z.B. für thailändische Donuts, denen man bei der Herstellung über die Schultern schauen kann..

Und für die Hungrigen bieten mehrere kleine offene Restaurants die ganze Bandbreite thailändischer Gerichte von Pad Thai bis Barbecued Chicken an.

Und auch die Oma greift der Familie unter die Arme und bietet kleine handgefertigte Preziosen den Besuchern des Parks an.

Am Nachmittag ging die Fahrt dann weiter zum nächsten Ziel, dem kleinen Städtchen Mae Sot an der Grenz zu Myanmar.

An dieser Stelle möchten wir gern ein paar Worte zu eurem Hotel anbringen.
Wirklich schöne Hotels in Mae Sot sind ein Thema für sich. Was euer Hotel betrifft, wurde uns bisher noch nicht von Mängeln in puncto Sauberkeit oder Zustand der Einrichtung berichtet. Und wie auch bei euch, fragen wir alle unsere Gäste nach einem Feedback, um Fehlentwicklungen möglichst umgehend korrigieren zu können.

Weniger wegen der Zimmerqualität als vielmehr wegen der Atmosphäre des Hotels haben wir uns auf unserer diesjährigen Inspektionsreise (leider erst drei Wochen, nachdem ihr dort wart und damit zu spät für euren Trip) Alternativen in Mae Sot persönlich angesehen und ein neues sehr schönes Hotel gefunden, dass wir nun in unser Programm aufgenommen haben.

Hier können unsere Gäste auch ein Fahrrad ausleihen, um sich am Abend noch ein wenig die Stadt anzusehen oder zum abendlichen Essensmarkt zu fahren.

Doch nun weiter zur Reisebeschreibung.

In Mae Sot wurden Cornelia und Peter aus dem Hotel zum Frühstück abgeholt.

Keine gewöhnliche Frühstückslokation, sondern etwas Besonderes, das wir außerhalb von Mae Sot noch nirgendwo anders in Thailand entdeckt haben.

Wie man es bei uns nur in einer Pizzeria beobachten kann, wird das Brot vor den Augen der Gäste frisch gebacken und es macht einfach Spaß, dem Bäcker dabei zuzusehen.

Und auch einige der Gäste sind durchaus sehenswert.

Der Trip nach Myanmar im Dreirad eröffnet ebenfalls intensivere Eindrücke als im klimatisierten Auto.

In Myawaddy gibt es mehrere Sehenswürdigkeiten und die Klassiker sind die zahlreichen Tempel in der Stadt.

Verlässt man die Standardrouten und schaut sich das Alltagsleben der Menschen an, wird schnell klar, dass Myanmar wirtschaftlich und in puncto Lebensstandard Thailand noch weit hinterher hinkt.

Ebenso unterscheidet sich die gesamte Atmosphäre. Zum einen wirken die Menschen introvertierter, was im direkten Vergleich mit den offenherzigen Thailändern besonders auffällt.

Hinzu kommen sprachliche Barrieren und Unerfahrenheit im Umgang mit Touristen, wodurch die Menschen zusätzlich unsicher und zurückhaltend wirken.
 

Doch es gibt auch Dinge zu erfahren, die in den meisten anderen Ländern, so auch in Thailand bereits verloren gegangen sind.

Hierzu zählt z.B., dass die Lebensmittel in Myanmar noch ohne Chemikalien und viele alte Sorten angebaut werden. Diese bieten in ihrem Aroma und ihrer geschmacklichen Intensität ein Erlebnis für sich.

Und auch die Tempel bieten völlig neue Eindrücke.

So unterscheidet sich das Aussehen Buddhas von dem in Thailand und die Kinnaree, ein Wesen halb Frau und halb Vogel, hat hier zwei Hintern und nicht nur einen.

Zurück in Thailand ging es dann weiter Richtung Norden nach Mae Sariang.

Auf dem Weg dorthin gab es noch einen Stopp im Refugee Camp, dessen Hütten sich sehr malerisch über die Berghänge erstrecken.

Die Menschen kommen überwiegend aus Myanmar, unterscheiden sich jedoch von den Menschen in Myawaddy, da es sich vor allem um ethnische Gruppen wie die Karen und Shan in den Bergregionen im Osten vor Myanmar handelt.

Diese werden bereits seit 1948 im Rahmen ihrer Unabhängigkeitsbestrebungen von der der burmesischen Regierung bekämpft und umgesiedelt.

Das Leben dieser Menschen ist nicht leicht, da sie von Thailand nicht als Flüchtlinge anerkannt werden und ein Ende ihres Aufenthalts in diesem wie auch anderen Flüchtlingscamps nicht absehbar ist.

Doch die Menschen sind freundlich, auch wenn die Verständigung mehr mit Händen und Füßen erfolgt.

Und in der optimalen Ausnutzung des Platzes auf einem Motorbike sind sie sich einig mit den Thailändern :-)

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